Helfer ohne Folgen
24. Juli 2008
Wer baut und den Traum von einem Eigenheim in die Tat umsetzt, freut sich in der Regel immer über jede helfende Hand, die für das Bauprojekt zum Einsatz kommt. Sorgen die vielen Helfer doch letzten Endes dafür, dass der Finanzierungsbedarf deutlich sinkt und somit der notwendige Baukredit kontinuierlich schrumpft. Freunde und Familie erklären sich dabei in der Regel recht schnell dazu bereit, für die notwendige Unterstützung zu sorgen. Nur allzu schnell ist man als Bauherr bereit, diese Hilfe auch ohne Nachdenken anzunehmen. Dabei warten an dieser Stelle ganz besondere Gefahren auf jeden zukünftigen Eigenheimbesitzer. Um sich für den Ernstfall zu wappnen und zusätzlichen Kosten aus dem Weg zu gehen, sollten auch freiwillige Helfer der Bauberufsgenossenschaft gemeldet werden.
Hierdurch bleibt zum einen der Konflikt mit den Ordnungsbehörden aus und zum anderen ist so für den Schadensfall vorgesorgt. Denn trotz aller Vorsicht sind gerade private Baustellen immer noch gefährlicher als der gewerbliche Bauplatz. Und im Ernstfall trägt die Berufsgenossenschaft entstandene Kosten für die Heilbehandlung und eventuell anfallende Reha-Maßnahmen. Wer als Bauherr dieser Meldepflicht nicht nachkommt, darf am Ende ein Bußgeld von 2.500,- Euro zu den Herstellungskosten dazu addieren – eine Ausgabe, die nun wirklich nicht sein muss. Daneben riskieren private Bauherren bei einer entgeltlichen Nachbarschaftshilfe noch höhere Strafen. Ist in diesem Punkt ein gewerblicher Rahmen erkennbar, kann es schnell teuer werden.
Um trotz aller Hürden, die der Einsatz von freiwilligen Helfern auf der eigenen Baustelle mit sich bringt, entspannt Stein auf Stein setzen zu können, sollte sich jeder Bauherr bereits vor dem ersten Spatenstich über die gesetzlichen Regelungen und Verordnungen informieren.
Via: Berliner Morgenpost


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