Mit der Muskelhypothek zum Eigenheim
03. Mai 2008
Wer von den eigenen vier Wänden träumt und diesen Traum in den nächsten Jahren umsetzen möchte, wird in der Regel um die fremde Hilfe von Banken oder anderen Kreditinstituten nicht herumkommen. Schließlich ist für das Projekt „Eigenheim“ häufig Kapital in Höhe mehrerer 10.000 Euro notwendig. Und anders als im Ausland vergeben Banken eher selten Baukredite zur Vollfinanzierung einer Immobilie. An dieser Stelle ist guter Rat teuer – ohne entsprechendes Eigenkapital wird ein Eigenheim immer ein Traum bleiben. Was viele Baufinanzierungskunden anfangs nicht wissen, ist der Umstand, dass unterschiedliche Möglichkeiten existieren, mit denen sich der Betrag des Eigenkapitals erhöhen lässt.
Und zwar ohne das zusätzlich Kapital zur Ansparung der höheren Beiträge verwendet werden muss. Eine dieser Möglichkeiten ist die sogenannte Muskelhypothek. Dieser Begriff bezeichnet im Kreditwesen nichts anderes als die Eigenleistungen, welche der Kreditnehmer und Bauherr beim Neubau einer Immobilie gern selbst erbringen möchte. Im Allgemeinen gehen Banken und Kreditinstitute hier von einem Prozentsatz zwischen 10% und 15% der gesamten Summe aus. Allerdings muss sich der Bauherr darüber im Klaren sein, dass die Nutzung der Muskelhypothek ein gewisses Maß an Zeit und handwerklichem Geschick voraussetzt.
Schließlich steht für Arbeiten auf der eigenen Baustelle lediglich die Freizeit zur Verfügung. Und das Verlegen der Wasser- und Abwasserinstallation setzt ein gewisses Equipment voraus, über welches die Wenigsten verfügen. Aus diesen Gründen sollten die Eigenleistungen nur aufgrund einer realistischen Beurteilung der eigenen Leistungsfähigkeit in die Finanzierung des Eigenheims einfließen. Eine Überschätzung des Machbaren kann schnell folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen, vor allem dann, wenn die Eigenleistungen bereits bei der Errichtung des Fundaments beginnen. Fehler können die gesamte Bauplanung in Mitleidenschaft ziehen und somit den Bau in erheblichem Umfang verteuern.


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