Baufinanzierung und das Internet

26. Mai 2008

Dass aus dem Internet inzwischen ein starkes Marktinstrument geworden ist, wird heute sicher kaum noch jemand bestreiten. Was aber über die globale Datenautobahn alles gehandelt wird, ist dagegen immer wieder verblüffend. Denn neben Online-Shops tummeln sich inzwischen auch vermehrt Finanzdienstleister im Internet. Gerade unabhängige Berater profitieren von der freien und für jeden Verbraucher zugänglichen Struktur des Netzwerks. Überall erreichbar, zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Empfang und zudem meist sogar noch um einige Prozent günstiger als etablierte Großbanken – genauso wünschen sich viele Verbraucher ihre Finanzberater.

Wie sehr das Internet dieser Vorstellung entspricht, zeigt das Übernahmeangebot der ING-Gruppe, die in Deutschland vor allem als Direktbank bekannt ist, an einen der größten unabhängigen Finanzberater. Mit einem Angebot von 64 Euro pro Anteilsschein soll den Aktionären der Interhyp ein Wechsel zum niederländischen Finanzdienstleister schmackhaft gemacht werden. Dies entspräche einem Bonus auf jede Aktie von über 40%. Was aber macht einen unabhängigen Finanzberater so attraktiv? Die Kunden schätzen die Angebote aus dem Internet vor allem aufgrund der niedrigen Zinsen, verglichen mit den Darlehen der Filialbanken.

Daneben zeichnen sich gerade die Berater durch ihre Kompetenz und faire Angebote aus – schließlich steht hier die Zufriedenheit des Kunden im Vordergrund und nicht der Verkauf eines bestimmten Finanzierungsproduktes. Auch in den nächsten Jahren dürfte der Marktanteil von Dienstleistern ähnlich der Interhyp noch weiter wachsen, was den Großbanken sicher einige schlaflose Nächte bereiten wird. Eine Bemerkung noch am Rande: Durch die Bekanntgabe des Übernahmeangebotes schoss die Aktie der Interhyp auf einen Wert jenseits des Übernahmeangebotes.

Via: Welt Online

Kommentare

Haben Sie etwas dazu zu sagen?