Annuitätendarlehen

16. Mai 2008

Bei dieser Darlehensform handelt es sich wahrscheinlich um eines der am häufigsten genutzten Finanzierungsinstrument. Für den Kreditnehmer ergibt sich aus den Rahmenbedingungen des Annuitätendarlehens ein besonderer Vorteil, denn die monatliche Belastung lässt sich bereits über den gesamten Zeitraum der Zinsfestschreibungsperiode im Voraus berechnen. Damit kann bereits heute die Belastung der nächsten Jahre bestimmt werden.

Grund hierfür ist die interne Struktur des Annuitätendarlehens. Es setzt sich aus zwei Komponenten zusammen – zum einen aus dem Zins und zum anderen aus der eigentlichen Tilgungsleistung. Sicher werden an dieser Stelle Zweifel in Bezug auf die Einfachheit des Darlehens laut. Ändern sich doch mit jeder Zahlung die Restsumme und somit der Zins. Rein rechnerisch entspricht dies zwar den Tatsachen, aber das Annuitätendarlehen ist so angelegt, dass ein sinkender Darlehenszins durch eine steigende Tilgungsrate kompensiert wird. Auf diese Art und Weise wird der Kredit über die Laufzeit exponentiell getilgt, die Geschwindigkeit der Entschuldung nimmt immer weiter zu.

An der Höhe der monatlichen Raten ändert sich dagegen nichts. Das Annuitätendarlehen kommt für alle Kreditnehmer in Frage, die ihre Rückzahlung bereits im Voraus planen wollen und immer eine gleichbleibende Belastung wünschen. Allerdings bereiten Sondertilgungen hier Probleme, da an dieser Stelle immer eine grundsätzliche Neuberechnung der monatlichen Raten erfolgen müsste.

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