Effektiver Jahreszins
24. Mai 2008
Für viele Kreditnehmer, egal ob es sich bei dem Darlehen um eine Baufinanzierung oder einen Konsumentenkredit handelt, ist der effektive Jahreszins eine der wichtigsten Größen, an der sich die Qualität und Güte eines Kredites messen lässt. Entscheidet dieser Zinssatz doch am Ende darüber, wie teuer das geliehene Kapital tatsächlich ist. Was verbirgt sich aber hinter dem Begriff des effektiven Jahreszinses? Um die Aufteilung der Kreditzinsen in den Nominalzins und den Effektivzins zu verstehen, muss man als Erstes die Kostenstruktur, welche sich für den Darlehensnehmer hinter dem Kredit verbirgt, verstehen. Ausgehend vom Nennbetrag der Finanzierung ergibt der nominale Zins im Grunde die primären Kosten, welche pro Jahr nur als „Ausleihgebühr“ fällig werden.
Allerdings sind mit der Gewährung eines Kredites noch weiter Aufwendungen verbunden. Schließlich muss die Bank Konten anlegen, hat eventuelle Provisionen zu tragen, muss die Kreditwürdigkeit des Antragstellers prüfen und hat noch andere Aufgaben vor der Auszahlung des Darlehens erledigen. Kurz gesagt, ein Kredit verursacht weitere Kosten, die am Ende dem Antragsteller zufallen. Erst all diese einzelnen Beträge zusammen ergeben die tatsächlichen Kosten eines Darlehens, welche aufgrund des § 492 BGB in einem Darlehensvertrag angeben werden müssen. Der effektive Jahreszins ist also nichts weiter, als der tatsächliche Preis eines Kredites.


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